Immerhin suchen die Leute irgendwas, auch wenn es nur Unterhaltung ist und manchmal führt das zu irgendwas, immerhin kann man dann was finden, was man gar nicht gesucht hat. Es soll ja vorkommen, dass man seine Schlüssel sucht und dabei wesentlich bedeutsamere Dinge findet. Kritischer ist da schon die Spielekonsole von Microsoft oder der Gameboy von Nintendo, der ist zwar auch unterhaltsam, aber da findet man nix, nicht mal zufällig. Anders formuliert: Man findet immer das gleiche.

Komischerweise darf der Geist der Geisteswissenschaften nicht unterhaltsam sein. Dass der Geist schlicht eine unterhaltsame Angelegenheit ist, steht in keinem Lehrplan und unter dieser Perspektive wird er im akademischen Umfeld nie betrachtet. Tatsächlich dürfte es die Unterhaltung sein, die den Geist massenwirksam werden lässt. Und wo steht das schon? Genau!

Man eilt zerstreut zu uns,
wie zu den Maskenfesten,
Und Neugier nur beflügelt jeden Schritt;
Die Damen geben sich und ihren Putz zum besten
Und spielen ohne Gage mit.

Der Direktor im Vorspiel auf dem Theater hat das Kernproblem voll begriffen. Das ist ein echter Marketingfachmann. Was die Leute erst mal ins Theater treibt, ist die bloße Neugier und die Damen geben heute nicht nur ihren Putz zum besten, sondern machen auch gleich noch ein Selfie. Trotzdem können sie etwas finden, was sie gar nicht gesucht haben.

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